Posts tagged ‘human-computer interaction’

December 17, 2016

Jobs!

Das Team “Erlebnis und Interaktion” zieht an die Universität Siegen und braucht ab sofort Verstärkung. Wir suchen drei wissenschaftliche Mitarbeiter_innen für verschiedene Projekte an der Nahtstelle von Psychologie, Interaktionsdesign, Industriedesign und Informatik. Dabei geht um Themen des wohlbefindensorientierten Gestaltens, innovative Hörhilfen und Gamification im Arbeitskontext. Weitere Informationen finden sich unten. Bei Fragen: marc.hassenzahl [at] uni-siegen.de

The “Experience and Interaction” group is moving to the University of Siegen and needs support. We hire three researchers for various projects at the seams of psychology, interaction design, industrial design and computer science.  Topics are wellbeing and design, innovative hearing aids and gamification in the work context. More Information below. English speaking applications are accepted. Since the job descriptions below are only in German do not hesitate to contact me: marc.hassenzahl [at] uni-siegen.de.

http://www.uni-siegen.de/uni/stellen/wiss/737029.html?lang=de (Bewerbung bis 28.12.16)

http://www.uni-siegen.de/uni/stellen/wiss/737040.html?lang=de (Bewerbung bis 11.01.17)

Haben Sie ein Profil, das passt? Designer_in mit wissenschaftlichem Interesse? Sozio-Informatiker_in? Psychologe_in mit Gestaltungswillen? Dann bewerben Sie sich!

Do you have a profile that fits? Designer with a scientific interest? Socio-computer scientist? Psychologist with a love for design? Apply!

 

 

June 7, 2016

Folkwang *inside Juni 2016

Letztes Wochenende veranstaltete der Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität der Künste die Folkwang *inside. Die interessierte Öffentlichkeit wurde dazu eingeladen, sich über die Studieninhalte aus den Fächern Industrial Design, Kommunikationsdesign und Fotografie sowie über aktuelle Projekte zu informieren.

Dieses Mal wurde aus dem Kurs “Erlebnis und Interaktion” das Projekt “Wohlmeinende Kalender und Uhren” vorgestellt.

Falls Ihr diese Folkwang *inside verpasst haben solltet, würden wir uns freuen, wenn Ihr das nächste Mal dabei seid!

Wann? Samstag/Sonntag, 29. – 30.10.2016

Wo? SANAA-Gebäude,
Gelsenkirchener Straße 209, 45309 Essen

Hier gibt es nähere Infos

Die Ergebnisse aus dem Kurs werden zur Zeit auch im Gebäude R12 (Campus Essen / 1.OG) im “Glaskasten”ausgestellt.

This slideshow requires JavaScript.

 

 

April 19, 2016

Design For Wellbeing Summit 2016 am 18. Mai 2016 in Essen

Grafik-Summit

Bedürfniszentriertes Design: Innovation durch Wohlbefinden

Der Paradigmenwechsel von einer Konsum- hin zu einer Erlebnisgesellschaft bringt neue Herausforderungen mit sich. Ein Spannungsfeld von positiver Psychologie, Soziologie und Gestaltung tut sich auf. Wie begegnen Kreativunternehmen, Gestalter und weitere Disziplinen des Designs diesen neuen Wirkungskreisen mit all ihren Potentialen wie auch Schwierigkeiten? Wie verändert sich der Produktentwicklungsprozess für Unternehmen?

Diesen Themen und Fragestellungen möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen nähern:

MITTWOCH, 18. MAI 2016 AB 10.00 UHR – 16.00 UHR

SANAA Gebäude, Gelsenkirchener Str. 209, 45309 Essen

PROGRAMM

10.00 Uhr EINLASS | Get together

10.30 Uhr EINFÜHRUNG | Prof. Dr. Marc Hassenzahl & Thorsten Frackenpohl

11.00 Uhr PODIUMSDISKUSSION | mit Vertretern der Siemens AG & BMW Group

12.00 Uhr MITTAGSPAUSE | Get together

13.00 Uhr WORKSHOPS | zum interaktiven Austausch über die Prozessmodelle

16.00 Uhr AUSBLICK & VERABSCHIEDUNG | Informationen zum weiteren Projektverlauf

Werden Sie Teil der »Design for Wellbeing Community« und nehmen aktiv an diesem Wandel teil. Wir freuen sich auf die Veranstaltung & Ihr Erscheinen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hier geht es zur Anmeldung und weiteren spannenden Informationen zum Projekt

November 13, 2015

Achtsam und respektvoll im Straßenverkehr

Kai Eckoldt erklärt auf dem World Usability Day in Siegen, wie man mit sozialer Assistenz das Verhältnis von Fußgängern und Autofahrern verbessern könnte.

October 15, 2015

The delicacy of handshakes

DESFORM_slider

Eva Lenz will talk about our approach of an “Aesthetic of Interaction” at DeSForM 2015 “Dynamic, multisensory, wise” in Milan. Looking forward to this event. Meet Eva and Matthias at the conference.

Friday, October 16th, 11.30 a.m.
Eva Lenz
The delicacy of handshakes: Reflections on the aesthetics of interaction”

Paper:
Marc Hassenzahl, Eva Lenz, Sarah Diefenbach, Nigel Geh Keong Teck, “The delicacy of handshakes: Reflections on the aesthetics of interaction”

August 24, 2015

Business Punk and Experience Design

Part of our research was featured in “Business Punk” (a German business magazine). Thanks Voker Marquart for your nice article and the interview.

This slideshow requires JavaScript.

July 23, 2015

Technik zum Menschen bringen

Das BMBF hat den 2. Zukunftskongress Demografie unter dem Stichwort “Technik zum Menschen bringen” in einem kleinen Film zusammengefasst. Für die Ungeduldigen: ab 1:40 gibt es Impressionen unseres “Nähe auf Distanz”-Projektes.

 

July 1, 2015

BMBF-Zukunftskongress

Zwei Tage mit spannenden Projektpräsentationen und Beiträgen sind vorbei. Danke für die Einladung! Hier ein paar Bilder.

This slideshow requires JavaScript.

June 22, 2015

Designing meaningful moments in cars

Marc is looking forward to a full week in Berlin! In addition to being on the BMBF Zukunftskongress, he will give a keynote on WeConect|s HMI concepts and systems 2015, Thursday 25. of June, about meaning and cars. Of course, he travels by train!

May 4, 2015

HörMal – respektvolles Handeln im Straßenverkehr durch prosoziale Assistenzsysteme

Das erste Gebot im Straßenverkehr ist achtsames und rücksichtsvolles Verhalten. Leider ist dies im Alltag nicht immer leicht umzusetzen. Häufig werden Situationen, in denen man achtsam handeln könnte, vom Fahrer nicht erkannt oder schlichtweg übersehen. Somit gilt es zunächst, die Gewahrwerdung solcher Situationen für den Fahrer zu erhöhen. Hat dieser die Handlungsmöglichkeit erkannt, so ist ihm aber nicht immer sofort klar, was zu tun wäre. Erschwerend kommt hinzu, dass ihm das Fahrzeug kaum die Möglichkeit zur Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern bietet. Daher sind prosoziale Handlungsweisen in der entsprechenden Situation nahezulegen.

Prosoziale Assistenzsysteme haben das Ziel, dem Fahrer während der Fahrt prosoziale Handlungsweisen durch interaktive Technologien zur Verfügung zu stellen und nahe zu legen. Handlungsweisen sollen dabei nicht vorgeschrieben, sondern vielmehr als Möglichkeiten verstanden werden, positive und bedeutungsvolle Momente zu erleben.

HoerMal_Szenario

HörMal ist ein Beispiel für ein solches prosoziales Assistenzsystem. Es adressiert Straßenabschnitte, die mit dem Gefahrenzeichen “Kinder” ausgewiesen sind. Diese Abschnitte befinden sich häufig in der Nähe von Schulen, Kindertagesstätten oder Spielplätzen. Der Fahrer muss hier in besonderem Maße auf spielende und die Straße überquerende Kinder achten. Tritt ein mit dem Konzept HörMal ausgestattetes Auto in einen durch das Gefahrenzeichen “Kinder” gekennzeichneten Bereich ein, so wird im Innenraum das Geräusch spielender Kinder hörbar. Hält man die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 30 km/h innerhalb des Bereichs ein, bedanken sich die Kinder beim Verlassen des verkehrsberuhigten Bereichs mit einem abschließenden Applaus und Jubel.

HörMal dient dazu, dem Fahrer prospektiv die von ihm ausgehende potenzielle Gefährdung von Kindern vor Augen zu führen und ihn zum achtsamen Handeln anzuregen. Die über die gesamte Zeit im Gefahrenbereich abgespielten, ungerichteten Geräusche spielender Kinder, sollen über das Anpassen der Geschwindigkeit hinaus zum Umschauen animieren. Verhält sich der Fahrer rücksichtsvoll, so erhält er als Dankeschön, wenn auch virtuell eingespielt, ein Jubeln und Applaudieren der Kinder. Das Dankeschön ist hierbei ein wichtiges Element für prosoziales Handeln, das im regulären Straßenverkehr aus vielen Gründen kaum umgesetzt werden kann. In einer explorativen Studie konnten wir zeigen, dass HörMal achtsames Handeln im Sinne von vermehrtem Umschauen und Fokussieren von potenziellen Gefahrenbereichen fördert. Die Teilnehmer erlebten HörMal hierbei als positive Unterstützung. Darüber hinaus beschreibt einer der Teilnehmer, dass der simulierte Dank der Kinder ihm das Gefühl gab, etwas richtig gemacht zu haben.

HoerMal_Verhalten_Konfrontation

HörMal ist also “moralisch” gesehen weniger neutral als ein rein informativer Warnhinweis. Es bezieht eine klare Position. Zusätzlich zu der Eindeutigkeit von Handlungsanweisungen ist die Wirkung von HörMal klar prospektiv – bevor man zu schnell oder unachtsam handelt – und nicht retrospektiv, wie ein Bußgeld. Die eingeblendeten Kinderstimmen sind also eine situierte Intervention, die nicht nur zu einer angepassten Geschwindigkeit, sondern außerdem zu einem allgemein achtsameren und prospektiven Handeln gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern anregt. Natürlich wird es immer Egoisten im Straßenverkehr geben, denen ihr eigenes schnelles Vorankommen (erhofft durch den Schleichweg durchs Quartier, vorbei an der Grundschule) wichtiger ist, als ein unversehrtes Kind. HörMal macht es aber schwerer, die eigentlichen, möglichen Konsequenzen zu schnellen und unaufmerksamen Fahrens zu ignorieren. Allerdings, wie wir hoffen, ohne den gefürchteten “Zeigefinger”, sondern als Anlass, sich auf die anderen Verkehrsteilnehmer einzulassen und dies als bedeutungsvoll zu erleben.