Archive for ‘Research Project’

May 28, 2015

Folkwang *inside 2015

Der Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität der Künste lädt die interessierte Öffentlichkeit dazu ein, sich über die Studienangebote der Hochschule aus den Studienprogrammen Industrial Design, Kommunikationsdesign und Fotografie sowie aktuelle Projekte zu informieren. – Unser “Nähe auf Distanz”-Team ist auch dabei und zeigt eine Auswahl von Konzepten und Prototypen. Am Sonntag, 31.05. um 18h erklärt Eva Lenz Inhalte und Hintergründe des Projektes.

Wir freuen uns auf euch!

Wann? Samstag/Sonntag, 30.+31.05.2015
jeweils von 11-19h
Wo? SANAA-Gebäude, 2. OG
Gelsenkirchener Straße 209, 45309 Essen

Programm und weitere Infos

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May 4, 2015

HörMal – respektvolles Handeln im Straßenverkehr durch prosoziale Assistenzsysteme

Das erste Gebot im Straßenverkehr ist achtsames und rücksichtsvolles Verhalten. Leider ist dies im Alltag nicht immer leicht umzusetzen. Häufig werden Situationen, in denen man achtsam handeln könnte, vom Fahrer nicht erkannt oder schlichtweg übersehen. Somit gilt es zunächst, die Gewahrwerdung solcher Situationen für den Fahrer zu erhöhen. Hat dieser die Handlungsmöglichkeit erkannt, so ist ihm aber nicht immer sofort klar, was zu tun wäre. Erschwerend kommt hinzu, dass ihm das Fahrzeug kaum die Möglichkeit zur Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern bietet. Daher sind prosoziale Handlungsweisen in der entsprechenden Situation nahezulegen.

Prosoziale Assistenzsysteme haben das Ziel, dem Fahrer während der Fahrt prosoziale Handlungsweisen durch interaktive Technologien zur Verfügung zu stellen und nahe zu legen. Handlungsweisen sollen dabei nicht vorgeschrieben, sondern vielmehr als Möglichkeiten verstanden werden, positive und bedeutungsvolle Momente zu erleben.

HoerMal_Szenario

HörMal ist ein Beispiel für ein solches prosoziales Assistenzsystem. Es adressiert Straßenabschnitte, die mit dem Gefahrenzeichen “Kinder” ausgewiesen sind. Diese Abschnitte befinden sich häufig in der Nähe von Schulen, Kindertagesstätten oder Spielplätzen. Der Fahrer muss hier in besonderem Maße auf spielende und die Straße überquerende Kinder achten. Tritt ein mit dem Konzept HörMal ausgestattetes Auto in einen durch das Gefahrenzeichen “Kinder” gekennzeichneten Bereich ein, so wird im Innenraum das Geräusch spielender Kinder hörbar. Hält man die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 30 km/h innerhalb des Bereichs ein, bedanken sich die Kinder beim Verlassen des verkehrsberuhigten Bereichs mit einem abschließenden Applaus und Jubel.

HörMal dient dazu, dem Fahrer prospektiv die von ihm ausgehende potenzielle Gefährdung von Kindern vor Augen zu führen und ihn zum achtsamen Handeln anzuregen. Die über die gesamte Zeit im Gefahrenbereich abgespielten, ungerichteten Geräusche spielender Kinder, sollen über das Anpassen der Geschwindigkeit hinaus zum Umschauen animieren. Verhält sich der Fahrer rücksichtsvoll, so erhält er als Dankeschön, wenn auch virtuell eingespielt, ein Jubeln und Applaudieren der Kinder. Das Dankeschön ist hierbei ein wichtiges Element für prosoziales Handeln, das im regulären Straßenverkehr aus vielen Gründen kaum umgesetzt werden kann. In einer explorativen Studie konnten wir zeigen, dass HörMal achtsames Handeln im Sinne von vermehrtem Umschauen und Fokussieren von potenziellen Gefahrenbereichen fördert. Die Teilnehmer erlebten HörMal hierbei als positive Unterstützung. Darüber hinaus beschreibt einer der Teilnehmer, dass der simulierte Dank der Kinder ihm das Gefühl gab, etwas richtig gemacht zu haben.

HoerMal_Verhalten_Konfrontation

HörMal ist also “moralisch” gesehen weniger neutral als ein rein informativer Warnhinweis. Es bezieht eine klare Position. Zusätzlich zu der Eindeutigkeit von Handlungsanweisungen ist die Wirkung von HörMal klar prospektiv – bevor man zu schnell oder unachtsam handelt – und nicht retrospektiv, wie ein Bußgeld. Die eingeblendeten Kinderstimmen sind also eine situierte Intervention, die nicht nur zu einer angepassten Geschwindigkeit, sondern außerdem zu einem allgemein achtsameren und prospektiven Handeln gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern anregt. Natürlich wird es immer Egoisten im Straßenverkehr geben, denen ihr eigenes schnelles Vorankommen (erhofft durch den Schleichweg durchs Quartier, vorbei an der Grundschule) wichtiger ist, als ein unversehrtes Kind. HörMal macht es aber schwerer, die eigentlichen, möglichen Konsequenzen zu schnellen und unaufmerksamen Fahrens zu ignorieren. Allerdings, wie wir hoffen, ohne den gefürchteten “Zeigefinger”, sondern als Anlass, sich auf die anderen Verkehrsteilnehmer einzulassen und dies als bedeutungsvoll zu erleben.

August 26, 2014

Nähe auf Distanz – unser neues BMBF-Projekt!

Wir freuen uns zusammen mit der Hochschule Mannheim über die erfolgreiche Beantragung des BMBF-Projektes “Nähe auf Distanz”!
Das Projekt befasst sich mit der erlebnisorientierten Gestaltung von Kommunikationstechnik für drei Generationen, denn sich anderen Menschen nahe zu fühlen ist ein grundlegendes Bedürfnis. Familien üben daher Praktiken aus, um Nähe zu erleben, wie z.B. sich gegenseitig vorzulesen oder miteinander zu essen. Diese familiäre Nähe über mehrere Generationen hinweg ist eine wichtige Ressource für unser Wohlbefinden. Moderne Kommunikationstechnik bietet hier zwar Möglichkeiten, “Nähe” auch auf Distanz zu erleben, allerdings nur auf eingeschränkte Weise. Während man ein Gespräch mit dem Telefon noch leicht führt, erfordert ein gemeinsames “Frühstück über die Distanz” ein hohes Maß an Kreativität und technischen Fertigkeiten. Das Ziel unseres Projekts ist das Erarbeiten neuer, lebensweltlich-erprobter Wege, Familien mit sorgfältig konfigurierter Technik “Nähe auf Distanz” erleben zu lassen. Das Ergebnis sollen zunächst Vorschläge und Anleitungen zum Selbermachen sein, die alle auf der Basis weitgehend verfügbarer Technik beruhen. Mittelfristig sollen diese Konzepte aber als Produkte weiter ausgestaltet werden. Dazu legt dieses Vorprojekt den Grundstein.
Mehr Informationen gibt es auf unserem Projektblog.
May 15, 2014

Berlin, wir kommen!

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Der Abschluss-Meilenstein unseres Projektes proTACT steht vor der Tür! Am kommenden Montag, 19.05.2014, werden wir in Berlin die Ergebnisse der vergangenen zwei Jahre präsentieren und den – voraussichtlich – erfolgreichen Projektabschluss feiern 😉

May 7, 2013

Evgeny Morozov on Transformational Objects

I just finished reading Evgeny Morozov’s To Save Everything, Click Here: The Folly of Technological Solutionism. Do you know this feeling: you turn the pages, thinking “I fully agree”, “yes”, and then the feeling turns into an “If he would only know our work” – sigh. On Sunday, I took on the final chapter “Smart Gadgets, Dumb User” (which starts with a Bruno Latour quote ;-)) and there on position 5951: “A trio of German designers at the Folkwang University of the Arts set out to build what they call ‘transformational products’ … ” followed by a little review of the Never-Hungry-Caterpillar extension cord and the Forget-Me-Not reading lamp.

And in this keynote, Evgeny Morozov even talks about it (minute 20) (Seven on Seven Keynote, 20. April 2013, at The New School’s Tishman Auditorium).

And this is what he talks about:

March 22, 2013

Interaktion und Transformation

Aktuell führen wir eine Studie zur Evaluation neuartiger Produktkonzepte bzw. Kommunikationstechnologien durch. Nehmen Sie teil in dem Sie den untenstehenden Link anklicken.

Die Beantwortung der Fragen dauert ca. 20 Minuten. Unter allen Teilnehmern, die den Fragebogen vollständig bearbeiten und Ihre E-Mail-Adresse angeben, werden 10 Amazon-Gutscheine im Wert von 30 € verlost. Selbstverständlich werden alle Fragebogendaten vertraulich behandelt und nur zu Forschungszwecken verwendet.

Bei Fragen zu Sinn und Zweck der Studie können Sie sich natürlich gern an uns wenden. Vielen Dank!

Zur Studie…

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October 2, 2012

Prototyping, tangible Interaktion, Methoden – “proTACT”

Wir freuen uns über die erfolgreiche Beantragung des BMBF-Projektes “proTACT” (User Experience Prototyping for Tangible Interaction) und den Projektstart!
Im Juni haben wir mit  der Hochschule Mannheim, der D-LABS GmbH, der Pidoco GmbH, der iSOFT Health GmbH und der VCAT Consulting GmbH die Zusammenarbeit gestartet. Bis zum Sommer 2014 wollen wir Methoden und Werkzeuge für das Prototyping von Produkten mit begreifbarer Interaktion unter dem Aspekt der optimalen User Experience entwickeln und testen. Diese Methoden sollen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) befähigen, den Gestaltungsfreiraum möglichst früh und umfassend zu explorieren. Dadurch soll zum einen der Innovationsanteil erhöht und zum anderen bereits zu einem frühen Zeitpunkt evaluiert werden, ob die Interaktion das intendierte Nutzererleben unterstützt. Mehr Informationen gibt es auf unserem Projektblog und der Folkwang Website.