March 11, 2015

Es geht bald wieder los!

Und was machst Du so im Sommersemester? Unsere Lehre findest Du hier.

May 4, 2015

HörMal – respektvolles Handeln im Straßenverkehr durch prosoziale Assistenzsysteme

Das erste Gebot im Straßenverkehr ist achtsames und rücksichtsvolles Verhalten. Leider ist dies im Alltag nicht immer leicht umzusetzen. Häufig werden Situationen, in denen man achtsam handeln könnte, vom Fahrer nicht erkannt oder schlichtweg übersehen. Somit gilt es zunächst, die Gewahrwerdung solcher Situationen für den Fahrer zu erhöhen. Hat dieser die Handlungsmöglichkeit erkannt, so ist ihm aber nicht immer sofort klar, was zu tun wäre. Erschwerend kommt hinzu, dass ihm das Fahrzeug kaum die Möglichkeit zur Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern bietet. Daher sind prosoziale Handlungsweisen in der entsprechenden Situation nahezulegen.

Prosoziale Assistenzsysteme haben das Ziel, dem Fahrer während der Fahrt prosoziale Handlungsweisen durch interaktive Technologien zur Verfügung zu stellen und nahe zu legen. Handlungsweisen sollen dabei nicht vorgeschrieben, sondern vielmehr als Möglichkeiten verstanden werden, positive und bedeutungsvolle Momente zu erleben.

HoerMal_Szenario

HörMal ist ein Beispiel für ein solches prosoziales Assistenzsystem. Es adressiert Straßenabschnitte, die mit dem Gefahrenzeichen “Kinder” ausgewiesen sind. Diese Abschnitte befinden sich häufig in der Nähe von Schulen, Kindertagesstätten oder Spielplätzen. Der Fahrer muss hier in besonderem Maße auf spielende und die Straße überquerende Kinder achten. Tritt ein mit dem Konzept HörMal ausgestattetes Auto in einen durch das Gefahrenzeichen “Kinder” gekennzeichneten Bereich ein, so wird im Innenraum das Geräusch spielender Kinder hörbar. Hält man die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 30 km/h innerhalb des Bereichs ein, bedanken sich die Kinder beim Verlassen des verkehrsberuhigten Bereichs mit einem abschließenden Applaus und Jubel.

HörMal dient dazu, dem Fahrer prospektiv die von ihm ausgehende potenzielle Gefährdung von Kindern vor Augen zu führen und ihn zum achtsamen Handeln anzuregen. Die über die gesamte Zeit im Gefahrenbereich abgespielten, ungerichteten Geräusche spielender Kinder, sollen über das Anpassen der Geschwindigkeit hinaus zum Umschauen animieren. Verhält sich der Fahrer rücksichtsvoll, so erhält er als Dankeschön, wenn auch virtuell eingespielt, ein Jubeln und Applaudieren der Kinder. Das Dankeschön ist hierbei ein wichtiges Element für prosoziales Handeln, das im regulären Straßenverkehr aus vielen Gründen kaum umgesetzt werden kann. In einer explorativen Studie konnten wir zeigen, dass HörMal achtsames Handeln im Sinne von vermehrtem Umschauen und Fokussieren von potenziellen Gefahrenbereichen fördert. Die Teilnehmer erlebten HörMal hierbei als positive Unterstützung. Darüber hinaus beschreibt einer der Teilnehmer, dass der simulierte Dank der Kinder ihm das Gefühl gab, etwas richtig gemacht zu haben.

HoerMal_Verhalten_Konfrontation

HörMal ist also “moralisch” gesehen weniger neutral als ein rein informativer Warnhinweis. Es bezieht eine klare Position. Zusätzlich zu der Eindeutigkeit von Handlungsanweisungen ist die Wirkung von HörMal klar prospektiv – bevor man zu schnell oder unachtsam handelt – und nicht retrospektiv, wie ein Bußgeld. Die eingeblendeten Kinderstimmen sind also eine situierte Intervention, die nicht nur zu einer angepassten Geschwindigkeit, sondern außerdem zu einem allgemein achtsameren und prospektiven Handeln gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern anregt. Natürlich wird es immer Egoisten im Straßenverkehr geben, denen ihr eigenes schnelles Vorankommen (erhofft durch den Schleichweg durchs Quartier, vorbei an der Grundschule) wichtiger ist, als ein unversehrtes Kind. HörMal macht es aber schwerer, die eigentlichen, möglichen Konsequenzen zu schnellen und unaufmerksamen Fahrens zu ignorieren. Allerdings, wie wir hoffen, ohne den gefürchteten “Zeigefinger”, sondern als Anlass, sich auf die anderen Verkehrsteilnehmer einzulassen und dies als bedeutungsvoll zu erleben.

March 18, 2015

Don’t Relax: See this article!

Check out the latest feature about our Intervator and the Pleasurable Troublemakers on fastco.exist. Thanks Adele for the nice chat and article.Bildschirmfoto 2015-03-17 um 22.45.52

March 18, 2015

Troublemakers at “The Need for Design”

Matthias Laschke is invited to talk about our approach of Transformational Objects at the 4th International Design Conference “The Need for Design” in Katowice. Looking forward to this event. Meet Matthias at the conference.

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March 3, 2015

Mit Freude freundlich sein

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Kai Eckoldt, Matthias Laschke, Thies Schneider und ich hatten ein Poster zum Thema “Mit Freude freundlich sein – Möglichkeiten zur Förderung respektvollen Handelns im Straßenverkehr durch soziale Assistenzsysteme” auf dem “Ersten Kongress der Fachgruppe Verkehrspsychologie” in Braunschweig.

Das erste Gebot im Straßenverkehr ist achtsames und rücksichtsvolles Verhalten. Leider ist dies im Alltag nicht immer leicht umzusetzen. Ausgangspunkt unserer Forschung ist die Frage, wie man prosoziales  Verhalten  im  Straßenverkehr  unterstützen  kann,  bei  dem  die  potenzielle Freude am Rücksichtnehmen im Vordergrund steht. Hierzu ist es notwendig Verkehrsteilnehmer situativ auf ihr Handeln aufmerksam zu machen und Anregungen zum und Hilfestellungen beim Ausüben „besserer“ Handlungsweisen zu geben. Das Auto kann beispielsweise eigene Handlungen zurückzumelden, entscheidende Situationen erkennen und dabei neue, prosoziale Praktiken formen. Dem wirkt die aktuelle Gestaltung von Autos jedoch entgegen. Der Fahrer wird eher abgeschottet, sodass er den Kontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern verliert.
Hier setzt die Idee des  „Soziale Assistenzsystems“ an. Es hat das Ziel, die Wahrnehmung anderer Verkehrsteilnehmern zu verbessern und Kooperationsmöglichkeiten – auch gerade mit schwächeren Verkehrsteilnehmern –  zu erhöhen. Basierend auf positiven prosozialen Erlebnissen beim Autofahrern wurden Assistenzkonzepte erarbeitet, die auf prosoziale Handlungen aufmerksam machen und diese unterstützen In einem iterativen,  benutzerzentrierten  Gestaltungsprozess  wurden vier  Konzepte  prototypisch  realisiert. Ergebnisse eines Feldversuchs mit acht Teilnehmern zeigen, dass „soziale Assistenzsysteme“ als freudvoll wahrgenommen werden, die Verbundenheit mit anderen Verkehrsteilnehmern fördern und das Sicherheitsgefühl stärken.

February 10, 2015

‘Pimp your prototyping’ – Unser Beitrag im Forum UX zum CeBIT Innovation Award

Kirstin Kohler und Sarah Diefenbach wurden eingeladen einen Beitrag für das Forum UX zum CeBIT Innovation AwardCebit_2015-Logo_127x83px zu verfassen: Pimp your prototyping – der systematische Einsatz von Prototypen zur Gestaltung und Evaluation interaktiver Produkte. Wir freuen uns auf Rückmeldungen und spannende Diskussionen zu unserem Ansatz im Forum UX!

February 2, 2015

An Experience Perspective on Intuitive Interaction

We are glad to pronounce the publication of our paper in the upcoming Special Issue of Interacting With Computers on Intuitive Interaction: “An Experience Perspective on Intuitive Interaction: Central Components and the Special Effect of Domain Transfer Distance” by Sarah Diefenbach & Daniel Ullrich. Our model combines insights from psychology and user research in Human–Computer Interaction and provides interesting possibilities for design and future research. Hope you enjoy the reading!

January 30, 2015

Well, well, well …

I wrote a little paper for CRISP Magazine Issue 4 … Let’s Design People Happy. Read the full issue here … Well, well, well …

wellwellwell

 

 

January 15, 2015

Wohlbefinden braucht Veränderung, Veränderung braucht Design!

Nur noch wenige Tage anmelden! Bis zum 06.02.15 noch anmelden.

“Ein Tag, vier Talks, ein Thema: Wie kann Gestaltung Menschen dabei helfen, sich selbst zu verändern? 
Symposium am 12.02.2015, 14:00 Uhr, Sanaa Gebäude Zollverein, Essen”

Anmeldung & alle Details hier!!!SYMPOSIUM_12FEB

December 18, 2014

Merry christmas and all the best for 2015!!!

Weihnachtskarte_2

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